




Namensgebend für die Insel Sansibar ist das Sansibar Archipel, das aus den Hauptinseln Unguja (Sansibar) und Pemba besteht.
Sansibar leitet sich vom persichen Zangi-bar ab und bedeutet Küste der Schwarzen. Bewohnt ist Sansibar seit dem patholoithischen Zeitalter. Funde von Steinwerkzeugen bezeugen menschliche Ansiedlungen vor mindestens 22 000 Jahren. Aus der Zeit um 2500 vor Chr. finden sich Glasperlen mit Ursprung aus den Küsten des Indischen Ozeans – ein Hinweis auf ein frühes Handelsnetzwerk.
Die ersten dokumentierten Bewohner waren vom Festland eingewanderte Bantu Bauern. Sie erbauten Lehmhütten und begründeten erste Dörfer. Da sie keine politische Einheit bildeten und eine zentrale Organisation fehlte, wurden sie ein leichtes Opfer von zugezogenen Fremden.
Erste Handelswege existierten schon zur Zeit der Assyrer und Sumerer. Später, im 1. Jahrhundert vor Christus kamen Händler aus Yemen, Persien und Indien.
Im 6. Jahrhundert unserer Zeitrechnung brachten somalische Reisende den Islam, dem heute 98% der Sansibaris angehören.
Im 11. Und 12. Jahrhundert ließen sich einige Händler nieder, die die Insel als Stützpunkt für den Handel mit der ostafrikanischen Küste nutzten. Ein geschützter Hafen wurde errichtet, wie auch eine kleine Stadt – Stone Town – mit Steinen erbaut, die vom Gebiet der großen Seen importiert wurden.
Handelsware waren Gold, Elfenbein und Sklaven. Das Kisuaheli, die Sprache der Bantu mit ca. 30% arabischen Wörtern, entstand zur Verständigung zwischen den arabischen Händlern und den bantustämmigen Sklaven.
Als Vasco de Gama 1499 auf das Archipel stieß, fand er ein funktionierendes Handelsnetzwerk vor. Sansibar wurde abgabepflichtig und verblieb fast 200 Jahre unter portugiesischer Herrschaft.
1698 fiel Sansibar an den Sultan von Oman, der eine herrschende arabische Elite etablierte und eine untergeordnete Klasse von Bantus.
Die Gewürzplantagen, der Handel mit Elfenbein und der schwunghafte Sklavenhandel machte Sansibar zu einem weithin bekannten Handelshafen.
Der Sultan kontrollierte vom Gebiet der großen Seen, bis hin zur Küste und das Sansibar Archipel den gesamten Handel. Der Hafen, das ehemalige Zollgebiet Forodhani, die Paläste und Märkte, wie auch die Stadthäuser der reichen arabischen und indischen Händler geben heute noch Zeugnis von dieser Zeit.
1890 wurde Sansibar Protektorat der Briten, die den Sklavenhandel offiziell verboten. Inoffiziell wurde er aber vom Sultan bis Anfang des 20. Jahrhunderts weiter betrieben. Auf dem Platz des ehemaligen Sklavenmarktes befindet sich heute eine anglikanische Kirche und ein sehr sehenswertes Museum.
Erst 1963 erlangte Sansibar die Unabhängigkeit von England, zunächst als unabhängige Kolonie, nach der blutigen Revolution von 1964 wurde es die Volksrepublik Sansibar als semiautonome Region von Tanganjika, dem Staat Tanzania.
• Museum des Sklavenhandels und die anglikanische Kirche
• Palastmuseum
• das alte Fort
• Altstadtgassen mit ihren Palästen und kunstvoll geschnitzten Toren
• der Obst- und Gemüsemarkt Darajani
• persische Hamam Bäder
• Freddy Mercury Haus
• Prinzessin Salme
Geboren als Prinzessin von Oman, heiratete sie einen deutschen Kaufmann- Heinrich Ruete- und ging nach Deutschland. Berühmt sind ihre Memoiren über die Jugend in einem Harem- Erinnerungen einer Prinzessin aus Zanzibar
• Freddy Mercury
Songwriter und Leadsänger der Band Queen- ihm verdanken wir Hits wie „we are the champions“ oder „dont stop me now“
• Bi Kidude
War eine Taraab Sängerin und es wird gesagt, sie war vor ihrem Tod mit 103 Jahren die älteste Sängerin der Welt. Es wurden sogar zwei Dokumentarfilme über sie gedreht. Ihr Geist lebt weiter beim jährlichen Musikfestival Zauti za busara, das immer im Februar stattfindet.
• Abdulrazek Gurnah
Wurde in Zanzibar geboren und lebt heute in Großbritannien. 2021 wurde er mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Bekannt wurde er im deutschsprachigen Raum durch seinen Roman „ Schwarz auf weiss“.
Das Sansibar Archipel besteht aus den Inseln Unguja und Pemba, sowie kleineren Nebeninseln. Gegenwärtig wird der Name für die grüßere und südlichere Insel Unguja verwendet.
Sansibar löste sich vor ca 3 Millionen Jahren vom afrikanischen Kontinent, viele millionen Jahre später als ihre Schwesterninsel Pemba. Durch diesen Umstand nahm die Entwicklung von Flora und Fauna auf jeder Insel einen eigenen Weg.
Die Küsten werden von flachem Korallengestein gebildet, das im Landesinneren von roter Erde bedeckt ist. Kokospalmen und andere tropische Pflanzen prägen das Erscheinungsbild der puderweißen Sandstrände.
Viele Vögel, kleine Säugetiere und Meerestiere bilden die Tierwelt von Sansibar.
Das Klima ist tropisch und feucht, Niederschlag fällt in der „kleinen“ Regenzeit zwischen Oktober und November in kleinen, über den Tag verteilten Schauern.
In der „großen“ Regenzeit zwischen März und Mai sind größere Schauer möglich, wobei die Prognose durch den globalen Klimawandel schwer einzuschätzen ist.
Die Monsunwinde aus östlichen Richtungen ermöglichten schon vot 2000 Jahren südarabischen Seefahrern, sich den indischen Ozean für Handelsfahrten zunutze zu machen, was die Geschichte und die Kultur Sansibars nachhaltig prägte.
Die Fauna und die Geologie von Sansibar dokumentieren die Landbrücke der Insel zum afrikanischen Kontinent während der letzten Eiszeit.
Der rote Colobus Affe, eine von Afrikas seltensten Arten, kommt hier endemisch vor. Rund ein drittel der Population lebt in und um den Jozani Forest, den ältesten Nationalpark Sansibars. Der Park ist für Besucher geöffnet und ist ein beliebtes Ausflugsziel.
Lange Zeit für ausgestorben hielt man den Sansibar Leopard, bis sein Überleben mit einer Kamerafalle 2018 nachgewiesen werden konnte.
Auch die Existenz der Sansibar Waldginster Katze ( Serval Genette) wurde 2003 mit einer Wildkamera als spezifische Unterart unter dem Namen des Entdeckers Genetta Servaline Archery bekannt.
Ein Besuch im Jozany Forest führt an die Grenze zwischen Regenwald und Mangrovendickicht, die von einer Vielzahl an Vogel- und Schmetterlingsarten bewohnt wird. Die nicht sehr scheuen Colobus Affen lassen sich aus der Nähe beobachten, wie auch Sykes Äffchen, eine Meerkatzenart.
Der Sansibar Waldschliefer (Tree Hyrax) ähnelt äußerlich einem Meerschweinchen und ist aufgrund seiner nachtaktiven und einzelgängerischen Lebensweise selten zu sehen.
Bushbabies sind nachtaktive Primaten aus der familie der Galagos. Sie erreichen ohne Schwanz nur eine Größe von 20 cm. Untertags schlafen sie in Baumhöhlen und Nestern. Nachts lassen sie sich bei der Suche nach Insekten und Früchten auch im Garten des SeVi Boutique Hotels beobachten.
Sansibar hat einige Marine Parks, die zugunsten der Biodiversität unter Schutz stehen.
Der Mnemba Marine Park liegt gegenüber unseres Hotels im Nordosten der Insel. Er erstreckt sich über eine Länge von 7 mal 5 km. Das oval geformte Atoll wird von flachem Korallengestein gebildet. Die in der Mitte gelegene Insel ist Privatbesitz und darf nicht betreten werden. Das vor allem bei Tauchern und Schnorchlern beliebte Atoll ist Heimat einer Vielzahl von Korallen und über 600 verschiedener Korallenfischarten.
Auch die Grüne Meeresschildkröte ist hier heimisch und lässt sich häufig beim Schwimmen beobachten. Seltenere Arten sind bedrohte Gattungen wie Karettschildkröten, Lederschildkröten und die Oliv Bastard Schildkröte.
Einige Schulen von Flaschenhalsdelfinen ( Bottle Nose Delphin) nähern sich zutraulich den Menschen und laden zum gemeinsamen Schwimmen.
In den Monaten August und September ziehen Wale durch. Vom Hotel aus lassen sich die Nebelfontänen ausmachen, die sie bis zu 8m in den Himmel stoßen.
Häufig unter Wasser zu entdecken sind Tintenfische, Rotfeuerfische, Rochen, Trompetenfische, Muränen, Kraken und viele Seepferdchen.
PO Box 4749
Matemwe Kigomani
Sansibar, Tansania